Google Studie: Wie deutsche Unternehmen Google einsetzen

IW Consult, beauftragt durch Google, hat im Juni 2011 rund 11.000 Unternehmen nach der Nutzung von Google-Tools befragt. Rund 4000 Kunden haben mit vollständigen Informationen, auch zu Umsätzen und Werbebudget, geantwortet. Die Studie kann unter IW Consult-Google-Studie abgerufen werden.
Die Ergebnisse geben einen guten Eindruck über den Stand der Google-Nutzung und die Bedeutung einzelner Anwendungen.
So wird bestätigt, dass an der Google-Suche in Deutschland kein Weg vorbei führt.  Einerseits wird es zunehmend existenziell mit seinen Produkten bei der Google-Suche gefunden zu werden, da die Umsatzwirkung sowohl im Online- als auch im Offline-Geschäft eindeutig ist. Die Frage „Wie kommt man bei Google auf die erste Seite?“ bewegt viele Unternehmen und schafft Aufträge für Marketing-Agenturen. Andererseits ist die Suche relevant für die Arbeitsproduktivität im Unternehmen. Die Studie weist einen positiven Kosteneffekt von € 6,84 pro Mitarbeiter und Tag aus.
Ein naheliegender Ansatz, um seine Kundenkontakte und Umsätze zu steigern, ist der Einsatz von Werbung in der Google-Suche, also der Keyword-Werbung mit Adwords, dem eigentlichen Kerngeschäft von Google. Nach Aussage der befragten Unternehmen kommen über die Google-Werbung die Hälfte aller Klicks auf ihre Webseiten. Erstes Ziel der Unternehmen ist die Kontaktgewinnung. Das Fallbeispiel des Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich zeigt, wie auch kleinere Handwerksbetriebe erreicht werden, die über die anderen Vertriebswege nicht wirtschaftlich abgedeckt werden könnten.
Das dritte Erfolgsprodukt von Google ist Analytics, einem Standard-Tool zur Analyse der Zugriffe auf die eigenen Webseiten, um so einen Weg zur Optimierung des eigenen Webauftritts zu finden (siehe auch hier). Die mittlerweile beendete Datenschutz-Diskussion hat der Akzeptanz des Produktes nicht geschadet.
Bemerkenswert, aus meiner Sicht, ist der stark gestiegene Einsatz der Übersetzungs-programme. Mehr als 50% der international orientierten Unternehmen des Automobil- und Fahrzeugbaus sowie des Maschinenbaus setzen das Übersetzungs-Tool Google Übersetzer ein. Das Ergebnis von automatisch generierten Übersetzungen hat deutlich an Qualität gewonnen und hilft so besonders im Tagesgeschäft.
Die Tools Google Alerts und Google Trends, als wertvolle Unterstützung in der effizienten Marktbeobachtung und Wettbewerbsanalyse, setzen sich mittlerweile sukzessive durch. Die höchste Durchdringung ist in Markenunternehmen sowie in hoch innovativen und internationalen Unternehmen zu sehen. Die Positionierung der Produkte und die positive Darstellung des Unternehmens sind entscheidend im Wettbewerb.
Ein Schattendasein nach Google-Maßstab führen die Google Apps, die auch den Eindruck eines Tool-Sammelsurium hinterlassen. Obwohl schon seit längerem leistungsfähige Tools wie Kalender, Mail, Dos für Texte und Tabellen, Wikis, Video Chat und andere angeboten werden, haben diese sich in den Unternehmen nicht durchgesetzt. Hintergrund ist wohl die Angst vor der Allmacht von Google und auch die existierenden Sicherheitsbedenken zum Cloud-Computing.
Der Einsatz von Google Chrome liegt immerhin bei 24%. Dies ist bemerkenswert, da Google hinter den Platzhirschen Microsoft Internet Explorer und Mozilla Firefox als Nachzügler gestartet ist. Gerade die IT-Industrie setzt Chrome gerne ein. Die Gründe liegen in den Performance-Vorteilen, die in vielen Tests nachgewiesen wurden.
Bei dem Vergleich kleiner oder großer Unternehmen zeigt sich, dass die Kleineren eher die Tools zur Arbeitsproduktivität wie Chrome, Apps und Absense nutzen und die Großen mehr auf Adwords, Trends und Alerts zugreifen, um das Geschäft zu entwickeln. Die Suche ist gesetzt.

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