Zoho: Wiki aus der Cloud als Teil des Zoho-Gesamtangebotes

Autor on 12. Juni 2011 in Wiki-Lösungen

Insbesondere als interne Unternehmenslösung beinhalten Wikis häufig vertrauliche Informationen. Aus diesem Grund werden hier gerne Wiki-Lösungen eingesetzt, die auf eigenen Servern hinter einer Firewall ablaufen. Anderseits gibt es die sogenannten Software-as-a-Solution Lösungen (SaaS), die die Anwendungen in Netz (Cloud) bereitstellen und langsam aber sicher Anteile auch in den Unternehmen gewinnen. Wenn man auf SaaS-Lösungen setzen will, so muss man Vertrauen dem Applikations-Anbieter gegenüber aufbringen. Zur Beruhigung gilt, dass ein SaaS-Anbieter alles tun wird, dieses Vertrauen zu rechtfertigen, da sonst sein Unternehmen keinen Erfolg haben wird. Es gibt mittlerweile zahlreiche zukunftsträchtige Anbieter von Saas-Lösungen, auch bei kritischen Unternehmensdaten, wie Datev, Salesforce.com,  SAP oder Google.

Einer der SaaS-Anbieter im Wiki-Segment ist das amerikanische Unternehmen Zoho. Mit einem vollständigen, durchgängigen Portfolio im Unternehmensumfeld versucht Zoho Google mit Google Apps recht erfolgreich die Stirn zu bieten. Zum Portfolio gehören ein Wiki, ein Office-Paket plus Mail, Projektmanagement, CRM und weitere Business-Applikationen bis hin zum Rechnungswesen. Die Verknüpfung dieser Funktionen wie die Einbindung von Office-Anwendungen im Wiki ist die Stärke des Konzeptes.
Im Wiki-Segment wirbt Zoho mit dem Argument der Bereitstellung des Wikis innerhalb von 30 Sekunden. Es stimmt.
Die Herausforderung des Starts beschränkt sich auf die Anmeldung. Der Charme eines Wikis dieser Art ist, dass Wissen über Webserver, Datenbanken oder Betriebssysteme nicht erforderlich ist und somit einer IT-Abteilung auch keine Arbeit zuführt. Die Einrichtung fokussiert  sich auf die Farbauswahl für das Wiki-Design, die Teilnehmereinrichtung und natürlich die Wiki-spezifischen Tätigkeiten.
Ein Schmuckstück ist gleich der Editor. Alles, was benötigt wird, ist vorhanden. Zusätzliche Funktionen sind der LaTex- Formeleditor für technische Themenstellungen oder die Suchen und Ersetzen-Funktion. Taggen ist Standard.

Zoho-Wiki-Anwendung

Gelungen ist die Integration der Widgets oder Makros. Applikationen wie die Zoho- oder Google-Services, Videos, IFrames, Twitter und Wiki-Funktionen werden vollständig eingebunden. Hoch interessant kann natürlich der Einsatz und die Weiterbearbeitung von webbasierten Zoho-Office-Dokumenten (kostenfrei) im Wiki sein, so dass das mehrfache umständliche Uploaden von lokalen MS-Office-Dateien entfällt. Ein Portierung von MS-Office oder Google Docs ist möglich. Die Integration weiterer Zoho-Services wie z.B. Contacts, Tasks, Discussions oder Links ist einfachst.
Auch das Management von Seiten, also das Erstellen, Löschen, Kopieren und Verschieben erfolgt ohne großen Aufwand.
Die Funktionen für ein Unternehmenswiki wie Zugangsberechtigung, unterschiedliche Bearbeitungsrechte oder mehrere Arbeitsräume für unterschiedliche Organisationseinheiten sind Bestandteil der Lösung.
Neben den guten Botschaften gibt es auch nachdenkliches. Ab und zu gibt es ein paar Nickligkeiten in der Nutzung, die man eher von einem Open Source-Wiki akzeptiert. Basiswissen über HTML ist doch hilfreich. Die deutsche Sprachversion ist optimierungsbedürftig und die Dokumentation oder ein möglicher Support außerhalb des Zoho-Angebotes sehr überschaubar. Wie es bei SaaS-Lösungen nicht unwahrscheinlich ist, sind dem unternehmensspezifischen Design Grenzen gesetzt.
Dieses Wiki ist immer dann interessant, wenn die Bereitschaft zu SaaS gegeben ist und Dokumente mit komplexerem Aufbau und häufiger Veränderung Teil des Wikis sind. Insofern sind kleinere bis mittlere Unternehmen mit dynamischen Veränderungen und begrenzten IT-Ressourcen die Zielgruppe, da auch das Lizenzkonzept auf die Anzahl der tatsächlichen Nutzer ausgerichtet ist.
Der Preis für das Wiki liegt für 25 aktive Nutzer bei 2,50$ pro Nutzer im Monat. Wer Lust  zu testen hat, kann gleich loslegen. Das Wiki bleibt bis zu 3 Nutzer kostenfrei und kann intern getestet werden.

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