Public Cloud – Private Cloud – ownCloud

Dropbox, Google Drive/Google Docs oder SkyDrive sind schon schicke und kostengünstige Public Cloud-Lösungen. Im privaten Einsatzbereich ist der Sicherheitsaspekt vielleicht auch unkritisch. Geht es allerdings um geschäftliche Daten, dann empfiehlt es sich nach sicheren Lösungen zu suchen und es Organisationen wie der NSA mit Prism nicht unnötig leicht zu machen. Mit einer Private Cloud-Lösung lässt sich die Datensicherheit deutlich steigern. Hierfür ist ownCloud eine Open Source-Anwendung mit stetig wachsender Leistung.

ownCloud-Standardfunktionen

Im Kern ist ownCloud eine Anwendungen mit der auf abgelegte Daten von überall her zugegriffen werden kann. Dieses beginnt bei dem individuellen Einsatz der Anwendung. Die Daten werden zentral auf einem Webserver abgelegt und sind somit von jedem Desktop-PC, Tablet-PC bzw. Smartphone sei es Apple- oder Android-Welt erreichbar. Die Nutzung kann ebenso im Team erfolgen. Die Zugriffsrechte werden nach Bedarf eingestellt. Die Dateiverschlüsselung erfolgt automatisch.

Quelle: ownCloud

Weitere Funktionen für ein Team sind der gemeinsame Kalender und die Kontaktliste sowie die Suchfunktion auch innerhalb der Dokumente. Die grundsätzliche Handhabung ist vergleichbar zum Vorgehen beispielsweise bei Dropbox.

Neben der Datensicherheit ist der Vorteil von ownCloud, dass die Kosten für den benötigten Speicherplatz auch bei größeren Datenmengen im Vergleich zur Public Cloud niedrig bleiben. Eine monatliche Gebühr entfällt. Entgegen steht das Backup-Konzept von Anbietern wie Google oder Microsoft.

Einrichtung und weitere Funktionen

Die Einrichtung erfordert eine Webserver-Komponente und eine Client-Software. Die Server-Einrichtung erfolgt  wie eine typische PHP-/(MySQL-)Installation und ist ohne besondere Anforderungen. Bei Bedarf hilfreich ist die Community, die sich besonders aktiv zeigt. Diejenigen, die lieber auf einen Service zurückgreifen, können aus einer Liste von Service-Providern auswählen, die ownCloud als Dienstleitung vorinstalliert anbieten. Clientseitig werden die Downloads direkt bzw. über iTunes oder Google play angeboten.
Interessant sind die vielen Zusatzanwendungen, die als Plugins zu geschaltet werden können. Beispiele sind ein Aufgabenmanager, das Anlegen von Lesezeichen, Betrachter für PDF und OpenDocument-Dokumente oder die Fotogalerie. Auch externe Speichermedien können eingebunden werden. Einen Überblick der zusätzlichen Module erhält man im Apps-Verzeichnis.

Perspektiven

ownCloud ist seit 2010 auf dem Markt und die Weiterentwickelung erfolgt zügig. Die Version 6 beinhaltet weitere Kollaborations-Funktionen. So wird jetzt das gemeinsame Bearbeiten von Textdokumenten möglich.

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1 Kommentar

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  1. Bo sagt:

    Und mit jeder neuen Version wird es besser. Dazu eine klasse Community und unzählige Erweiterungen.

    Was ich aber absolut nicht verstehen kann, ist das Vorgehen bei der App. Gemessen an OwnCloud selbst, ist die Android App ein echter Witz. Keine der OwnCloud-Funktionen (teilen z.B.) kann in dieser wirklich genutzt werden. Da kann ich das Ganze gleich direkt via WebDAV in meinen Android Explorer einbinden.

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