Internationalisierung im Produktmanagement mit Wikis

Autor on 8. Januar 2012 in Wiki-Anwendungen mit 1 Kommentar

Made in Germany reicht heute nicht mehr aus. Immer noch entwickeln und fertigen viele Unternehmen für den deutschen Markt, um dann nach Exportmöglichkeiten zu suchen und sich zu wundern, warum amerikanische oder asiatische Märkte unsere Produkte nicht annehmen.

Heute muss es heißen, internationale Wettbewerbsvorteile durch das  Wissen und die Kreativität der Mitarbeiter aus allen Regionen zu erzielen. Dieses setzt eine globale Unternehmenskultur, eine international agierende Organisation und eine effektive Infrastruktur voraus. Auf dieser Basis können dann Produkte konzipiert werden, die vom Beginn an anforderungsgerecht und kostenoptimiert in vielen Ländern vermarktet werden können.

Internationales Produktmanagement erfordert

  • mehr über die Kundenanforderungen in anderen Ländern zu wissen
  • Märkte und Wettbewerber aktuell zu beobachten und analysieren
  • schneller und gezielter Feedback über das eigene Produktportfolio zu erhalten
  • seinen internationalen Vertriebskollegen aktiv zu helfen, auch wenn man nicht vor Ort sein kann
  • Produktarchitekturen schaffen, die globale Lösungen wirtschaftlich erlauben
  • eventuelle Produktanpassungen länder- und kundenspezifisch vor Ort erlauben

Internationale Organisationsstrukturen bedeuten häufig auch

  • Exertise zur Technik in der Zentrale und Expertise zur Anwendung in der Region
  • tendentiell weniger Know-how in den fernen Regionen , insbesondere bei indirekte Kanälen

Ziel muss sein

  • das vorhandene Know-how effizienter zu nutzen – Austausch in Sinne Multiplikation des Expertenwissen und Ausschöpfung der Synergien bei knappen Ressourcen
  • die Geschwindigkeit in der Umsetzung, sei es in die Produktschaffung oder in der Markteinführung, zu erhöhen

Dies ist eine Aufgabenstellung für Wikis, die als webbasierte Systeme optimierte Lösungen für die Zusammenarbeit zwischen Zentrale und Region bieten. Anwendungen, für die Wiki-Lösungen sind:

  1. Sammeln der Kunden- und Marktanforderungen
    Mit einem Wiki können die Kunden- und Marktanforderungen von überall erfasst und gesammelt werden. Ein Vorteil ist die Transparenz der Information für alle Beteiligten, die dann auch die gemeinsame Bewertung und Priorisierung  zur Vorbereitung eines Lastenheftes für die Produktentwicklung ermöglicht.
  2. Marktbeobachtung von Wettbewerbern und Trends
    Jede Region kann Beiträge zu Beobachtungen einstellen und insbesondere die lokalen Spezifika, wie z.B Links zu Wettbewerbern, Marktforschern, Portalen, Normen-/ Richtlinienquellen beitragen. Wichtig sind die Kommentierungen oder Bewertungen möglichst vieler Kollegen, die eine hohe Aktualität und somit Reaktionsgeschwindigkeit ermöglichen.
  3. Vertriebsunterstützung
    Ein Wiki bietet die Möglichkeit mehrsprachig schnell und unkompliziert Informationen zur erfolgreichen Argumentation sowohl aus dem Produktmanagement als auch der Vertriebsorganisation einzustellen. Übersetzungen und regionale Ausprägungen können regional gesteuert werden, da hier auch das Anwendungswissen sitzt.

In Summe ergibt sich für das Produktmanagement und die Kollegen der Vertriebsregionen eine Win-Win-Situation, da die Informationsflüsse in beide Richtungen beschleunigt werden und inhaltlich der Austausch durch die Wiki-Funktionalität qualifizierter wird.

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