Enterprise 2.0: Die Kernfunktionen oder der Unterschied

Autor on 15. Mai 2011 in Enterprise 2.0 / Web 2.0

Will man die Vorteile von Enterprise 2.0 besser verstehen, so macht es Sinn,  die Kernfunktionen anzuschauen. Andrew McAfee hat unter dem Kunstwort oder der Eselsbrücke SLATES diese zusammengefasst und erstmalig schon 2006 veröffentlicht. Die Funktionen sind:

Search
Informationen seien es Produktbeschreibungen, Wettbewerbsinformationen, Anwendungsbeispiele, Leistungsmerkmale oder Testberichte schnell zu finden, zählt zu den typischen Schwachstellen in Unternehmen. Enterprise 2.0 bietet hier Suchmechanismen wie Volltextsuche, Highlighting, Textauszüge oder Bewertungen, so dass die vorhandenen Daten transparent werden.
Links
Verbinden bzw. Verlinken von Informationen aus Nutzersicht ist eine weitere Form Wissen anwenderorientiert zu organisieren. WikiPedia ist ein Extrembeispiel für eine Link-orientierte Organisation von Wissen. Links bieten Gedankenpfade und können sowohl systemintern z.B. im Wiki oder im Blog als auch Internet-weit erfolgen.
Authoring
Authoring bedeutet, möglichst viele Leistungs- und Wissensträger in der Informationsbereitstellung einzubinden. Die Vielzahl der Beteiligten führt zu mehr Information sowie durch den Abgleich auch zu qualititiv hochwertigerer Information. So profitiert das Unternehmen und der einzelne Mitarbeiter.
Tags
Auch das Taggen dient dem beschleunigten Finden von Informationen. Hierbei versehen die Autoren ihre Texte mit Tags /Schlagworten, die dann typischerweise in Tagclouds oder Schlagwortwolken angezeigt werden. Die Tagclouds erlauben, Themenfelder mit den zugehörigen Wikiseiten, Blog-Artikeln oder Link-Sammlungen zu kategorisieren und thematisch sortiert anzubieten,  so dass der Suchende Teilinformationen entnehmen oder einen vollständigen Themeneinblick erhalten kann.
Extensions
Extensions bietet die automatische Kategorisierung und Bewertung von Informationen, welche auf der Basis von Anwenderverhalten in der Vergangenheit, Informationen anbieten, die sehr wahrscheinlich von Nutzen sein werden. Bekannte Beispiele hierfür sind das Unternehmen Amazon, das auf Basis des eigenen und fremden Such- und Kaufverhaltens, weitere passende Produkte anbietet oder Social Bookmarking Dienste wie z.B. StumbleUpon, bei dem man von den Sucherfahrungen anderer profitiert.
Signals
Der Clou von Signals ist, nicht permanent nach neuen Informationen zu suchen, sondern automatisch informiert zu werden, wenn diese im Inter- oder Intranet bereitgestellt werden. Das Basistechnologie sind Email-Alerts oder RSS-News-Feeder, die jeden ohne weiteren Aufwand auf dem Stand halten und die Entwicklung von Themengebiete wie Wettbewerberinformationen verfolgen lassen.

Dion Hinchcliff, ein weiterer Guru der Szene, steigert noch die Schöpfung von Kunstworten hinsichtlich Enterprise 2.0-Funktionen mit FLATNESSES :

Es ist ihm wichtig die Formatfreiheit der Darstellung, die Hierarchiefreiheit der Information und die Wiederverwendbarkeit von einzelnen Inhalten für andere Anwendungen zu ergänzen.

Diese Funktionen sind in unterschiedlicher Ausprägung elementarer Bestandteil von Wikis, Blogs, Microblogs oder Social Bookmarking. Es lassen sich so die Kommunikation und die Zusammenarbeit im Unternehmen, mit Partner oder Kunden deutlich effizienter gestalten.

Natürlich können die Enterprise 2.0 Lösungen hinter einer Firewall im Unternehmen betrieben werden und sind im Vergleich zu klassischen Software-Produkten deutlich kostengünstiger.

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