Microblogging statt Mailen – „Twittern“ im Unternehmen

Mails sind in der direkten Kommunikation unabdingbar, in Teamprozessen allerdings sind sie einfach nervend. Verkettung, Broadcast-Verteiler und cc/bcc führen zu nicht mehr handhabbaren Mail-Kolonnen. Eine Lösung für die schnelle, kooperative und synergieorientierte Zusammenarbeit im Team kann Microblogging sein. Das Grundprinzip des Microblogging kennen viele vom Twittern. Kurze Nachrichte werden über einen einfachen Editor erstellt und über einen Tastendruck gesendet. Diese Nachrichten stehen unmittelbar jedem zur Verfügung, der die Informationen aufnimmt, diese wiederum kommentieren und weiterleiten kann. Der Informationsfluss ist immer zusammenhängend und für jeden transparent. Die Hemmschwelle für Microblogging ist äußerst niedrig, wie es auch die Twitter-Welt zeigt.
Das Enterprise Microblogging verfügt gegenüber Twitter die Möglichkeit geschlossene Nutzergruppen zu definieren und wenn gewünscht auf eigenen Servern ablaufen zu lassen, so dass die unternehmensbezogene Vertraulichkeit sichergestellt wird. Aus Produktmanagersicht sind Anwendungsfelder für Enterprise Microblogging:

  • Projekte zu neuen Produkten mit mehreren beteiligten Abteilungen
  • Vertriebsprojekte mit Bedarf für Ideen zu kundenoptimierten Lösungen oder zu Argumenten für das eigene Konzept
  • Abstimmung mit/unter Service-Technikern (Kunde braucht schnelle Lösung)
  • wechselseitige ad hoc Information zu neuen Themen aus Markt und Technik
  • Beantwortung von Fragen oder Meinungsbildung im Unternehmen.

Microblogging ist somit geeignet zur Ideensammlung, Diskussion, Verteilung von Statusmeldungen oder die kurzfristige Organisation von Meetings. Zur Absicherung der Erreichbarkeit aller gewünschten Beteiligten können RSS-Feeds und Mail-Verteiler eingesetzt werden.

Auch können die Microblogs ergänzend zu Wikis eingesetzt oder lösungstechnisch integriert werden.

Kostenfreie Lösungen können relativ einfach und schnell über WordPress (P2 Theme) oder StatusNet aufgebaut werden. Bekannte kostenpflichtige Lösungen mit Support gibt es bei Communote (Server und SaaS) sowie Yammer (SaaS). Die Kosten liegen dann bei ca. 1 € pro Nutzer und Monat oder ca. 1.000 € bei 50 Nutzern für die Server-Lösung.
Tweet about this on TwitterShare on Google+Share on LinkedInShare on FacebookEmail this to someone

Tags: , ,

Abonnieren

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, das nutzen Sie den RSS-Feed oder den monatlichen Newsletter

Subscribe via RSS Feed

.

Top